WEURO25

UEFA Women's Euro 2025 - ein Turnier mit nachhaltiger Wirkung

Die UEFA Women’s EURO 2025 war für den Kanton Zürich weit mehr als ein Fussballturnier. Lange vor dem Anpfiff nutzte das Sportamt die Strahlkraft der Heim-EM, um dem Frauenfussball gezielt neue Impulse zu geben. Mit zahlreichen Begleitmassnahmen wurden Projekte angestossen, Netzwerke aufgebaut und Initiativen lanciert.

Diese Aktivitäten entfalteten bereits im Vorfeld der WEURO eine grosse Dynamik. Veranstaltungen, Förderprogramme und Plattformen wie HER GAME machten den Frauenfussball sichtbarer, brachten neue Akteurinnen zusammen und eröffneten Mädchen und Frauen neue Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden.
 

Während des Turniers wurde diese Entwicklung für ein breites Publikum sichtbar: Fünf ausverkaufte Spiele im Stadion Letzigrund mit über 112’000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie mehr als 170’000 Besucherinnen und Besucher in der ZüriFanzone machten deutlich, wie gross die Begeisterung in Zürich geworden ist.


Auch schweizweit setzte die Women’s EURO neue Massstäbe. Fast alle Spiele waren ausverkauft, über 650’000 Fans verfolgten die Partien live in den Stadien, Millionen weitere weltweit am Bildschirm. 


Die UEFA Women’s EURO 2025 wurde zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Ereignis, das Menschen zusammenbrachte und dem Frauenfussball im Kanton Zürich nachhaltigen Rückenwind verlieh.
 

HER GAME - Fussball braucht mehr Zürcherinnen

Mit HER GAME lancierte das Sportamt eine Plattform, die den Frauen- und Mädchenfussball sichtbar macht und die Community vernetzt.
Über die Plattform werden Trainings, Turniere, Events und Ausbildungsangebote gebündelt. Gleichzeitig engagieren sich Botschafterinnen aus dem Frauenfussball bei Talks, Workshops und Veranstaltungen und motivieren Mädchen und Frauen, selbst aktiv zu werden.
Damit HER GAME auch in Zukunft wirken kann, wurde die Plattform im August 2025 an den Fussballverband Region Zürich übergeben, welcher sie nun weiter betreibt.

Internationaler Frauentag im Zeichen des Fussballs

Ein besonderer Höhepunkt war der 8. März 2025, der Internationale Frauentag. Rund 100 Gäste aus Sport, Politik und Medien nahmen am Event «Fair Play für Frauen im Sport» teil. Den Event hat das Sportamt zusammen mit EqualVoice und der Laureus Stiftung organisiert.
Moderiert von Steffi Buchli diskutierten Persönlichkeiten aus dem Sport über die Zukunft des Frauenfussballs und die Bedeutung von Gleichstellung im Sport. Zu den Gästen gehörten unter anderem Nationaltrainerin Pia Sundhage sowie Marion Daube und Sarah van Berkel.
Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie wichtig Austausch, Vernetzung und Vorbilder sind, um Frauen im Sport sichtbar zu machen und nachhaltig zu stärken.

#hergoal-Fonds

Mit dem #hergoal-Fonds setzte das Sportamt auf ein gezieltes Förderinstrument zur Stärkung von lokalen Initiativen. Der Fonds war bewusst niederschwellig ausgestaltet, so dass Vereine unkompliziert Unterstützung beantragen konnten. Insgesamt standen 100’000 Franken zur Verfügung. Das Sportamt hat 36 Projekte mit Förderbeiträgen zwischen 500 und 5’000 Franken unterstützt.

Die Bandbreite der Projekte war gross: Sie reichte von Fussballcamps und Mini-EM-Turnieren über Schnuppertage für Mädchen bis hin zu neuen Trainingsangeboten in Vereinen. Ziel war es, möglichst vielen Mädchen den Einstieg in den Fussball zu erleichtern und gleichzeitig bestehende Strukturen in den Vereinen zu stärken.

HER GAME Culture

Mit dem Kulturprogramm Her Game Culture wurde der Frauenfussball zusätzlich in den kulturellen Raum getragen. Über 45 Kulturinstitutionen aus Stadt und Kanton Zürich beteiligten sich mit mehr als 70 Veranstaltungen, darunter Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Diskussionen und Community-Events.
Das Programm des Vereins kulturvermittlung-zh schlug Brücken zwischen Sport, Kultur und Gesellschaft und zeigte, wie vielfältig und inspirierend Frauenfussball erlebt werden kann.

Sportpreis Kanton Zürich

Der Sportpreis des Kantons Zürich ging 2025 an Doris Keller, Turnierdirektorin der UEFA Women’s EURO 2025, und Marion Daube, Direktorin Frauenfussball beim Schweizerischen Fussballverband.
Mit der Auszeichnung würdigte der Kanton Zürich zwei Persönlichkeiten, die den Frauenfussball in der Schweiz massgeblich geprägt haben. Doris Keller verantwortete als Turnierdirektorin die Organisation der Heim-EM und prägte das Turnier mit internationaler Strahlkraft. Marion Daube setzte sich beim Schweizerischen Fussballverband für die strategische Weiterentwicklung des Frauenfussballs und bessere Rahmenbedingungen für Spielerinnen ein. Regierungsrat und Sportminister Mario Fehr betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung ihres Engagements: «Doris Keller und Marion Daube haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Women’s EURO nicht nur in den Host Cities Wirkung entfaltete, sondern auch in den Regionen.» Auch Doris Keller hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: «Die Meisterschaft hat eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn viele Kräfte gemeinsam anpacken.»
Der Sportpreis unterstreicht damit auch die langfristige Wirkung der Women’s EURO 2025: Der Grossanlass wurde bewusst genutzt, um den Frauen- und Mädchenfussball nachhaltig zu stärken – im Kanton Zürich und in der ganzen Schweiz.

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