Kunstrasenplatz

Interview mit dem Verantwortlichen des
FC Embrach

Mit dem Bau eines Kunstrasenplatzes macht der FC Embrach einen wichtigen Schritt in die Zukunft. Im Interview spricht Präsident Riccardo Nuzzi über die Herausforderungen, die politische Unterstützung und die Bedeutung des neuen Platzes für die Entwicklung des Fussballs in Embrach.

Fragen an den Verantwortlichen desFC Embrach

Warum hat sich der FC Embrach für den Bau eines Kunstrasenfeldes entschieden? Welche Vorteile erhofft sich der Verein davon?

Ein wetterunabhängiger Trainings- und Spielbetrieb ist für einen Fussballverein essenziell. Gerade in den Wintermonaten und bei anhaltendem Regen stossen Naturrasenplätze schnell an ihre Grenzen. Der Kunstrasen bietet hier eine verlässliche Alternative und sorgt für eine effizientere Nutzung der Platzkapazitäten.

  • Mehr Trainingsmöglichkeiten für alle Teams: Der Kunstrasen ermöglicht es, Trainingszeiten besser zu verteilen, sodass alle Mannschaften – darunter auch die Frauen- und Juniorinnenteams – regelmässig trainieren können. Der Verein zählt derzeit 35 Mannschaften, darunter 33 Frauen im Aktivbereich sowie 91 Juniorinnen.
  • Ganzjährige Nutzung und Planungssicherheit: Der Spiel- und Trainingsbetrieb kann unabhängig von Wetterbedingungen stattfinden. Dies stellt sicher, dass die Teams nichts ausfallen lassen müssen – selbst wenn bis zu vier Mannschaften gleichzeitig auf dem Platz trainieren.
  • Bessere Verteilung der Spiele: An Spieltagswochenenden können die Naturrasenfelder entlastet werden, indem ein Teil der Spiele auf Kunstrasen ausgetragen wird. So werden die Bedingungen für alle Teams verbessert.

Der FC Embrach verzeichnet eine konstant hohe Nachfrage, insbesondere im Juniorenbereich, wo jedes Jahr 60 bis 80 Kinder und Jugendliche auf der Warteliste stehen. Mit insgesamt 854 Mitgliedern bietet der Verein eine wichtige Plattform für den Frauen- und Mädchenfussball.

Wie war der Prozess von der ersten Idee bis zur Umsetzung? Welche Schritte waren entscheidend?

Die Umsetzung eines Kunstrasenprojekts ist ein langer und anspruchsvoller Prozess, der strategische Planung, politische Unterstützung und finanzielle Mittel erfordert. Besonders wichtig war dabei eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

  • Ein intensiver Weg: Die Realisierung blieb bis zum Bau herausfordernd, doch der Einsatz hat sich gelohnt.
  • Politische Unterstützung: Vier von fünf Gemeinderäten standen dem Projekt positiv gegenüber und würdigten das ehrenamtliche Engagement des Vereins.

Welche Herausforderungen gab es auf dem Weg zur Umsetzung? Gab es Widerstände aus der Gemeinde oder im Verein?

Trotz breiter Unterstützung gab es finanzielle Hürden, die bewältigt werden mussten. Besonders die Haltung einer Nachbargemeinde stellte den Verein vor zusätzliche Herausforderungen.

Welche Unterstützung hat der Vereins-Coach des Fussballverbands Region Zürich geleistet? In welchen Phasen war seine Begleitung besonders wichtig?

Ein Projekt dieser Grössenordnung erfordert professionelles Know-how – insbesondere in der politischen Kommunikation. Der Vereins-Coach war hier ein wertvoller Partner.

  • Begleitung in der Startphase: Besonders in den ersten Gesprächen mit den Gemeinden war seine Unterstützung entscheidend.

Wie hat sich der Frauen- und Mädchenfussball im FC Embrach in den letzten Jahren entwickelt?

Der Frauen- und Mädchenfussball hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute ein fester Bestandteil des Vereins.

  • Starkes Wachstum: Rund 25% der Vereinsmitglieder sind mittlerweile Mädchen und Frauen.
  • Gezielte Fördermassnahmen: Neben der Erhöhung der Spielerinnenzahl wurde auch das Engagement von Funktionärinnen aktiv gestärkt.
  • Neue Initiativen zur Nachwuchsgewinnung:
    • Girls Kick Day: Ein jährlich stattfindender Event, um neue Spielerinnen für den Fussball zu begeistern.
    • Schulbesuche: Spezifische Fussballeinheiten im Sportunterricht, um bereits früh Interesse zu wecken.

Welche Rolle spielt das neue Kunstrasenfeld für den Frauen- und Mädchenfussball in Embrach?

Der Kunstrasen stärkt den gesamten Verein und ermöglicht dem Frauen- und Mädchenfussball eine nachhaltige Entwicklung.

  • Mehr Trainingskapazitäten: Die zusätzlichen Platzressourcen ermöglichen bessere Trainingsbedingungen für alle Teams.
  • Optimale Bedingungen im Winter: Mädchen- und Frauenteams können unabhängig von Wetterbedingungen regelmässig trainieren.

Welche Tipps würden Sie anderen Vereinen geben, die ein ähnliches Projekt umsetzen möchten?

Ein Kunstrasenprojekt erfordert eine gute Strategie, politische Rückendeckung und finanzielle Planung. Vereine, die ein ähnliches Vorhaben umsetzen möchten, sollten frühzeitig die richtigen Partner ins Boot holen.

  • Starke Finanzierung: Entweder durch einen grossen Sponsor oder durch eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden.
  • Öffentliche Akzeptanz: Ein gutes Netzwerk und positive Medienpräsenz schaffen Vertrauen in der Bevölkerung.
Spatenstich für den Kunstrasenplatz beim FC Embrach am 15. Februar 2025

Interview mit dem Vereins-Coach des Fussballverbands Region Zürich (FVRZ)

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